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Warum setzt die TV-Werbung ganz bewusst darauf, dass uns ein Produkt zur Zahnpflege von einem Mann im weißen Kittel mit eingeblendetem Doktortitel präsentiert wird?
Weshalb reagieren wir in der Werbung so angeregt auf kurz eingeblendete Diagramme und Statistiken, die bei genauerem Hinsehen kaum Aussagekraft haben?
Haben Berichterstattungen, in denen viele Fachbegriffe genutzt werden tatsächlich einen höheren Informationswert?
Viele Menschen meinen, es liege in unserer Natur, kritisch zu denken. Doch vielfach hinterfragen wir kaum, was uns präsentiert und als „sichere“ Informationen angeboten wird – wie oft lassen wir uns im Alltag auf´s „Glatteis“ führen?
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Jugendliche im kritischen Denken zu fördern, denn bleibt unser Denken ungeschult, ist es häufig einseitig, verzerrt, fragmentarisch oder mit Vorurteilen gespickt. Dabei hängt die Qualität unseres Lebens und aller Dinge, die wir produzieren, erzeugen oder aufbauen, unmittelbar von der Qualität unseres (kritischen) Denkens ab. Schludriges Denken ist kostspielig für beides: Finanzen und Lebensqualität. Vortreffliches Denken muss man sich allerdings systematisch aneignen und bewusst pflegen.
Wer über ein gut ausgebildetes kritisches Denken verfügt,
- stellt vitale Fragen zur Diskussion und formuliert sie klar und exakt;
- sammelt und sichtet relevante Information und interpretiert sie wirkungsvoll
- kommt zu durchdachten Schlussfolgerungen / Lösungen und misst diese an objektiven Kriterien und Normen;
- tritt abweichenden Denkweisen mit offenem Geist gegenüber und behandelt/beurteilt deren Annahmen, Folgen und Konsequenzen sachgerecht;
- kommuniziert gut, um Lösungen für komplexe Probleme zu ermöglichen.
Einen Artikel zum Critical Thinking verfasst von Jan Weinreich finden Sie hier.
Hier einige Impressionen der Critical Thinking-Days im Januar 2010.




